Oberstes Gebot ist beim Pellet-Wagglern auch, während des Drills auf keinen Fall das permanente Füttern zu vergessen. Das Futter muss in regelmäßigen Abständen auf die Wasseroberfläche treffen. Auch wenn diese Angelart damit sehr arbeitsintensiv ist, ich möchte sie nicht missen, denn sie ist zugleich sehr spannend, aufregend und effektiv. Die vehemente Gegenwehr nach dem Anschlag ist unvergleichlich und wenn der Fisch dann noch die Wasseroberfläche durchbricht, bin ich im siebten Himmel!

Für die vierstündige Session habe ich 1 Kilo Pellets benötigt. Ein Erfolg oder auch Misserfolg wird dabei nicht über die Menge des Futters entschieden. Entscheidend ist der Rhythmus und die Präzision bei dieser Methode. Ich hoffe, ich konnte den einen oder anderen von meinen heißgeliebten Pellet-Wagglern überzeugen.


Euer

Jürgen Fröschl

Team Browning Austria

Wichtig: Es kann etwas Zeit in Anspruch nehmen, den richtigen Rhythmus zu finden und diesem dann idealerweise penibel genau zu folgen. Aber nicht nur die Taktik ist entscheidend, natürlich auch das richtige Gerät. Speziell für das Fischen mit Pellet-Wagglern verwende ich die Browning Commercial King Power Pellet Waggler (3,30 m Länge, 30 g Wurfgewicht). Passend dazu die Browning Sphere 940er Rolle, die ich mit 0,20 Millimeter Browning Cenex Feeda Line bespult habe. Hybrid Power Mono als Vorfach in 0,18 mm und ein 14er Haken mit einem Bait Band runden die Sache ab. Fertig ist das Kraftpaket!


Ich probiere zunächst, vier Pellets vor dem Auswerfen zu schießen, um dann den Waggler dicht am Ufer zu platzieren. Kein Anbiss! Also, erneute vier Pellets füttern und die Montage mitten in die aufgetroffenen Pellets ziehen und 10 Sekunden warten. Dieses Rezept wiederhole ich einige Male und siehe da, der erste deutliche Biss wird mit einem Anschlag quittiert. Eine massive Gegenwehr lässt mich auf einen prächtigen Burschen hoffen, der sofort ins tiefe Wasser schießt. Ein kurzer, aber heftiger Drill endet mit zirka drei Kilo Karpfenpower im Kescher. Der Anfang ist gemacht. Die Motivation steil im Aufwind.

„Wie tief soll ich fischen?“, ist bei dieser Angeltechnik eine entscheidende Frage. Doch wie heißt es so schön? Probieren geht über Studieren! Die Antwort kann nur jeder selbst finden. Ich bin mit einem einen Meter langen Vorfach gestartet, welches sich jedoch als zu lang herausstellt. Die ersten Anfasser konnte ich nicht haken. Kurzum 30 Zentimeter gekürzt und schon hängt der Erste! Bei dieser Session wechsele ich immer wieder die Tiefe und suche nach und nach den vorhandenen Platz ab. Die Karpfen sind da, nur die Präsentation stimmte zu Beginn noch nicht. Dieses akribische Vorgehen zahlt sich dann endlich aus, denn neben einigen sehr schönen Karpfen fallen auch Rotaugen und Aitel (Döbel) auf den sinkenden Pellet herein.